The Art of Poetry


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Das Mädchen in Blau

Die Scheren die Haut zerschneiden,
die Rippen den Körper anmutig verkleiden,
die Lippen in sanften rot erscheinen,
das Kleid des Mädchens dunkel vom weinen.

In der Oper die Sänger vom Guten singt,
in den Schatten der Straßen das Messer erklingt,
die Mutter dem Kind zum Abschied winkt,
der Zuschauer mit den Tränen ringt.

Der Schnee leise auf die Gassen fällt,
das Opfer sich wünscht in eine bessere Welt,
langsam die Laterne die Straße erhellt,
der Hund des Täters dauerhaft bellt.

In dem Moment, in dem du schreist,
der Andere in Wolken kreist.

Die Kirche in weißem Licht erstrahlt,
der Täter das Opfer mit Blut bemalt,
der Mann an der Tür die Steuer bezahlt,
der Hund mit der Grausamkeit prallt.

Beine des Kindes, verhüllt in blau,
der Bankangestellte ärgert sich grau,
die Mutter steht da, als Böse Frau,
als des Täters Stimme ertönt rau.

Halbtot, halblebendig steht es da,
das Wasser des Flusses ist klar,
dem Tod es wohl nicht gerecht war,
des Täters Identität ist bewahrt.

Es konnte nicht sterben, es konnte nicht leben,
so muss es weiter durch die Welten gehen,
allein ohne Hilfe, allein ohne Mut,
während der Andere das übliche tut.


4.12.10 20:29


Spiegelbild

Ich werfe meine Blicke, strecke sich nach vor,
dort sehe ich, wie sich ein Mädchen einst verlor,
es saß da, mit Tränen in den Augen und zerstörtem Haar,
doch ich konnte nichts tun, meine Sicht war nicht klar,
halb erfroren und halb verstorben, sah ich sie,
ich höre noch dumpf wie sie rief,
in ihrer Seele schrien die unzähligen Narben,
die sie in ihrem Herzen hat tief begraben,
die Fingernägel in tiefen blau gefärbt,
ihr Körper wird langsam unbeschwert,
den die Narben an ihren Armen sind frisch,
vor kurzem noch sie sich die Haut aufriss,
somit das dunkle Rot aus ihren Adern quillt,
bis sich ihre Schmerzen haben gestillt,
langsam richte ich mich erneut auf,
verfolge ihren tödlichen Lauf,
ihre Augen, so leer so kalt, so leblos,
ich weiß, sie lässt bald los,
dann ist ihre letzte Chance verstrichen,
und sie hat ihre Schulden beglichen,
ihr Körper sich in einer Blutlacke wiederfindet,
während ihr Lebenslicht langsam verschwindet,
ein letzter Blick meinen Willen stillt,
ich sehe mich im Spiegelbild.


25.11.10 20:27


Schlaf auf Ewig

Ich stehe hier im schwarzen Nichts,
um mich rum nur der Schatten des Lichts,
meine dunklen Augen, kalt und leer,
der Körper träge, und wird erneut schwer,
alles wie es war, alles wie es ist,
so wie es einmal war, so ist es nicht,
die Gedanken kreisen um den Wunsch hinweg,
dann noch die Kälte die sich in mir erstreckt,
alles was sein will, kann nicht sein,
es fehlt die Sucht, wie dem Süchtler der Wein,
jeder Tag eine Verschwendung,
es nimmt auch keine Wendung,
sinnlos war, sinnlos ist, war es jemals sinnvoll,
ich glaube kaum, man zahlt Blut für den Zoll,
denn man gibt um zu genießen, was eigentlich nicht ist,
weil das eigentlich nur ist eine Spieglung des Lichts,
aber wie dem auch sei, und wie dem auch mag,
eine Tatsache ist, das ich das Leben nicht wag,
oder auch nicht mehr sehe wie ich es einst mal sah,
denn das Bild vor den Augen wurde über das Jahr zu klar,
zu bewusst die Wirkung von menschlicher Hand,
und auch zu bewusst auch das grausame Band,
das sich über und über auf der Welt verbreitet,
wie eine Seuch, um die andere gleitet,
doch man steht hier und fragt sich gewiss,
warum man nicht schon längst alles aus den Ankern riss,
das was mal war, wieder entfacht,
damit auch die Welt zum Leben erwacht,
doch zu groß ist der Grabe, die Schlucht und die See,
die über und über das Weltbild bekleet,
wer bleiben will, der soll es tun,
doch mich lass er, schlummern in Ruh,
den ein Schlaf wäre gut, ein Schlaf auf Ewigkeit,
bis sich die Welt erneut hat geteilt,
den am Ende der Zeit, mag alles wieder sein,
was früher gewesen war, denn man ist nie allein,
irgendwas wird von mir bleiben und wenn nur ein Jahr,
dieses eine weitere Jahr, auf ich auf dieser Erde da,
niemand weiß was geschieht,
wenn man von dieser Welt flieht,
es ist nur ein Versuch, vielleicht ist es nicht und doch etwas,
den Rest erfährt man erst dann, wenn man es last.

17.11.10 21:17


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