The Art of Poetry


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Bulimie Phantasie

Die Augen an die Decke gewandt,
der gestrige Tag aus der Seele verbannt,
ein neuer Morgen schreit zum Beginn,
suchend streifen die Augen nach Sinn.

Dürre Arme greifen ins Leere,
der Körper verhagelt mit tausend Gewähre,
gebrechliche Beine den Boden berühren,
die Schwächen die Lungen verschüren.

Kreisende Blicke durch dunklen Raum,
in einem Bett gefühlt mit Schaum,
reißen Teile sich vom Bette,
hinunter zu dem Stufengebrette.

So weit gelaufen, so kurz gedacht,
bis du eines Tages aufgewacht,
halb tot und halb lebendig,
standest du dar, leblos gebändigt.

Knöchrige Hände die Suppe pürieren,
zerstörerische Gedanken im Kopfe spazieren,
lasst der Körper sich verreisen,
lässt los die bereits verdauten Speisen.

Die Rippen dein Antlitz dir nicht nehmen,
nur zeigen dein eigen Benehmen,
dem Körper gegenüber, den du trägst,
der dir gefällt, in dem du lebst.

Lässt Tränen leise fließen,
wenn keine Gewichte dich verließen,
der Spiegel ein falsches Bild dir zeigt,
und du erneut dem Essen entgleist.

So weit gelaufen, so kurz gedacht,
bis du eines Tages aufgewacht,
halb tot und halb lebendig,
standest du dar, leblos gebändigt.

Dein Magen nicht mehr nach Essen schreit,
hat sich gewöhnt, an die Eigenkeit,
die Gedärme in dir, sich nicht mehr schämen,
und mit der Wahrheit weiter leben.

Selbst die Muskeln lieben es,
wenn das Essen dich verlässt,
die Schwäche tut ihnen gut,
gibt ihnen Kraft und neuen Mut.

Das Alles hast du dir selbst gesagt,
die Meinung der andren nicht hinterfragt,
denn du wohl wissend bist,
dass das nicht richtig ist.

So weit gelaufen, so kurz gedacht,
bist du eines Tages aufgewacht,
halb tot und halb lebendig,
standest du dar, leblos gebändigt.

Eines Tages kollabiert,
mit der Bulimie verziert,
gefunden auf dem Gehweg liegend,
die Ärzte über dich fliegend,
beschreiben um dich deinen Tod,
der Magen leer, im Morgenrot.


27.2.11 20:09
 


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